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Vollständige Version anzeigen : Stromverbrauch von SETI


Signum19
04.01.2006, 23:15
Hi,

nachdem ich vorhin mit Spike ausführlich darüber diskutiert habe bin ich der Frage natürlich nachgegangen. Achso, die Frage:

Braucht ein Rechner mehr Strom, wenn der Prozessor (mit SETI) beschäftigt ist als im Leerlauf?

Die Vermutungen:
Spike: Ja.
Ich: Nur ein Notebook braucht weniger wegen dem APM. Beim normalen Rechner würde ich keinen Unterschied erwarten.

Der Test:
Habe meinen Rechner (P4/1800 MHz) hochgefahren und den Boinc-Client angehalten. Dann mehrmals die Leistung gemessen und einen Mittelwert gebildet. Diesen Schritt habe ich anschließend nochmal mit eingeschalteten Boinc-Client wiederholt.

Das Ergebniss:
Leistungsaufnahme des PC im Leerlauf (ca. 15% CPU-Auslastung): 62 Watt
Leistungsaufnahme unter Last (100% CPU-Auslastung): 109 Watt
Also, der Rechner braucht ca. 47 Watt für die Mehrleistung!

Btw, jedesmal, wenn die Festplattenlampe blinkt, braucht er nochmal um die 5 Watt mehr. Und das DVD-Laufwerk schluckt im Betrieb etwa 15 Watt.

Viele Grüße, das Forenmonster

Fishbotkiller
05.01.2006, 00:39
Warum hast du nicht einfach einen Leistungsmesser oder eine "Steckdose" mit Leistungsanzeige zwischen deinen PC und die Steckdose gepackt, hättest ein viel einfachereres Ergebis viel schneller bekommen. :rf:

Es wäre dann auch wahrscheinlich genauer, denn es ermittelt ja den Gesamtverbrauch, nicht nur die CPU-Leistung.

Denn du musst bedenken, die CPU, die GPU, das MB und die HDD(s) verbrauchen im Idle und unter Volllast unterschiedliche Mengen an Energie.

Aber abgesehen davon, man kann davon ausgehen, dass der Rechner ca 30% - 40% mehr Leistung bei voller CPU Auslastung aufnimmt als im Leerlauf (in Anführungszeichen NUR 30-40% mehr Leistung, denn die GPU wird ja nicht belastet :think: )

Signum19
05.01.2006, 00:44
Warum hast du nicht einfach einen Leistungsmesser oder eine "Steckdose" mit Leistungsanzeige zwischen deinen PC und die Steckdose gepackt, hättest ein viel einfachereres Ergebis viel schneller bekommen. :rf:Ähm, genau so hab ich das gemacht. Ein Fluke Leistungsmesser dazwischen geschaltet. Hab ich was anderes behauptet? :think: :rf:

Spike
05.01.2006, 07:19
na da sieht man mal wer da recht hatte :D
mir war doch so das die cpu's je nach auslastung dann ihre taktfrequenz verringern, schrittweise den l1 und l2 cache abschalten usw.. und genau diese tollen funktionen sind ja diese welche man bei "modernen" rechnern nicht mehr im bios abschalten kann und die dann zu so phänomenen führen das der rechner beim "nichts tun" einfriert und nicht wieder aufwacht. naja, sei es drum - tolle technik.

@signum19
dein neuer 3800+ x2 hat dann alleine schon mal ne stromaufnahme von 89Watt :D

Spike
05.01.2006, 14:34
und hier nochmal eine kleine Beschreibung zum Thema CPU's und Stromsparen :

Prozessoren können sich innerhalb des G0-Zustands in verschiedenen Unterzuständen befinden. C0 ist dabei der "Arbeitszustand". Jeder ACPI-fähige Prozessor beherrscht darüber hinaus den C1-Zustand, der aktiviert wird, wenn der Prozessor leerläuft. Dabei wird dem Prozessor die hlt-Instruktion gesendet . Sobald ein Interrupt anliegt, wacht er wieder auf. Besonders Mobilprozessoren kennen darüber hinaus noch stärkere Sparzustände C2, C3 oder noch höher, bei denen das Aufwachen zunehmend länger dauert (bei C3 meist bereits so viel, dass es sich nicht lohnt, diesen Zustand einzusteuern, da der Weg zurück nach C0 zuviel Zeit benötigt). In den C-Zuständen geht es zunächst nur um leerlaufende Prozessoren. Darüber hinaus können viele moderne CPUs bei wenig Arbeitsaufkommen in C0 Takt und Kernspannung mehrstufig drosseln. Von diesen "Performance States" (P-States) kann es beliebig viele geben. Das Betriebssystem muss entscheiden, wie stark es den Prozessor bei niedrigem Arbeitsaufkommen drosselt, ohne dass eine Rückkehr zur höchsten Taktstufe P0 unangemessen lange dauert.